Die seit Jahresbeginn geltende Aktivrente findet in der deutschen Wirtschaft bislang erst wenig Zustimmung. Nach einer aktuellen Befragung von Personalleitern durch Randstad, die das ifo Institut jetzt veröffentlicht hat, hält lediglich jedes dritte Unternehmen (36 Prozent) das neue Instrument für hilfreich im Kampf gegen den Arbeitskräftemangel. 28 Prozent bewerten es als wenig oder gar nicht nützlich. „In der Aktivrente sehen die Unternehmen die Chance, Mitarbeitende auch nach dem Renteneintritt im Unternehmen zu halten", sagt ifo-Forscherin Daria Schaller. Zugleich gebe es aber Skepsis, ob sich so das demografische Problem lösen oder lediglich aufschieben lasse.
Allerdings beschäftigte auch schon vor Einführung der Aktivrente mehr als jedes zweite befragte Unternehmen Rentnerinnen und Renter, in den meisten Fällen um Mitarbeitende, die bereits vor Renteneintritt in dem Betrieb tätig waren. Die neue Aktivrente gewährt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die über die Regelaltersgrenze hinaus sozialversicherungspflichtig beschäftigt bleiben, einen steuerfreien Hinzuverdienst von bis zu 2.000 Euro pro Monat.