Altersvorsorge als Kapital für die Energiewende

2026-05-04
Privates Vorsorgekapital könnte die Transformation der deutschen Wirtschaft mitfinanzieren, wenn Politik, Finanzsektor und Realwirtschaft zusammenarbeiten, schreibt Kristina Jeromin von der Stiftung Mercator.

Der Investitionsbedarf für den Umbau der deutschen Energie- und Industrieinfrastruktur ist mit öffentlichen Mitteln allein nicht zu stemmen. Kristina Jeromin, Co-Leiterin der Initiative „Made in Germany 2030" der Stiftung Mercator, sieht nun eine Chance darin, das nötige Kapital mit den Bemühungen um die Rentenreform zu verknüpfen.

In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau erklärt sie, wie sich das dringend benötigte private Kapital für die Altersvorsorge so einsetzen lässt, dass es zugleich den Industriestandort stabilisiert. Kapital aus privater und betrieblicher Altersvorsorge sei schließlich ein langfristig orientierter Finanzierungskanal, der bislang zu wenig genutzt werde.

Werde dieser Kanal nun über Reformen des Rentensystems aktiviert, könnten nicht nur Renditen für breite Bevölkerungsschichten entstehen. Zugleich ließen sich auch staatliche Subventionen reduzieren, wenn das Kapital in die heimische Wirtschaft fließt. Dafür brauche es standardisierte Investitionskorridore, verlässliche Risikostrukturen und einen kohärenten Regulierungsrahmen – kurzum: mehr Kooperation statt Kirchturmdenken.