Die Deutschen zweifeln massiv an der Generationengerechtigkeit des Rentensystems. Das Geht aus einer repräsentativen Yougov-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervpr, über die der Tagesspiegel exklusiv vorab berichtete. Nur 29 Prozent der Befragten halten die gesetzliche Rente, so wie sie huete ist, für gerecht, 38 Prozent sehen die Interessen älterer Menschen bevorzugt. Zugleich glauben aber zwei Drittel der Befragten nicht daran, dass die Rentenkommission der Bundesregierung, die derzeit tagt und Mitte des Jahres Vorschläge für eine Reform vorlegen soll, zu tragfähigen Lösungen kommen wir. Als wichtigste Reform fordern fast zwei Drittel, den Kreis der Beitragszahler auf Beamte und Selbstständige auszuweiten. Besonders skeptisch zeigten sich in der Umfrage Wählerinnen die Wähler der Grünen, FDP und Linken. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen mahnt laut dem Bericht: "Ein Rentensystem kann nur dauerhaft stabil sein, wenn es als fair wahrgenommen wird."
Währenddessen begrüßt der GDV die Reformen der privaten Altersvorsorge, die derzeit zu Beratungen im Bundetag liegen. Zur ersten Lesung des Gesetzes am 26. Februar lobte GDV-Chef Asmussen das Vorhaben grundsätzlich:
Der Gesetzentwurf zur Reform der privaten Altersvorsorge ist überfällig und geht in die richtige Richtung. Im besten Fall sorgt er dafür, dass Menschen mit weniger Bürokratie und klaren digitalen Angeboten einfacher vorsorgen können, dabei bessere Renditechancen am Kapitalmarkt nutzen und am Ende des Erwerbslebens spürbar mehr Rente zur Verfügung haben
Vor allem der Verzicht auf Garanatievorgaben bei der Kapitalanlage stößt auf Zustimmung, denn starre Garantievorgaben begrenzen laut GDV "insbesondere bei langen Laufzeiten unnötig die Ertragschancen".