Der deutsche Broker Trade Republic, nach eigenen Angaben mit 10 Millionen Kunden und 150 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen einer der größten Neobroker Europas, läutet die neueste Runde im Preiskampf ums Altersvorsorgedepot ein. Laut Medienberichten wie beispielsweise beim Manager Magazin verspricht das Unternehmen, dass „langfristig sämtliche Produktkosten entfallen“ sollen.
Dazu will Trade Republic auch die Gebühren von rund ausgewählten 50 ETFs der Anbieter iShares, Xtrackers und Vanguard erlassen. Darunter sind ETF auf breite Aktienmarkt-Indizes wie den MSCI World und den FTSE All-World genauso wie auf mehrere Schwellenländer- sowie Anleiheindizes.
In den vergangenen Wochen hatten unter anderem bereits Scalable Capital, Smartbroker und Flatex angekündigt, die Kosten für ein, drei oder sogar fünf Jahre zu erlassen. Was genau bei Trade Republic nun „langfristig“ bedeutet, ist noch unklar. Die Null-Kosten-Offerte soll sowohl für das Standarddepot als auch für das flexible Altersvorsorgedepot gelten.
Die Kostengrenze von maximal 1 Prozent Effektivkosten im Jahr ist angesichts des harten Preiskampfs der Neobroker in weite Ferne gerückt.