Das Altersvorsorge-
depot im Detail
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Das Wichtigste in Kürze
Alle zwischen 18 und 65 Jahren, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, haben Anspruch. Dazu zählen auch Minijobber, die dafür optieren, und Selbstständige.
Bis zu 540€
Bis 300€
200€
1.800€
3 Varianten
65-70 Jahre
01 Förderung
Im Altersvorsorgedepot erhältst du staatliche Förderung für dich selbst und zusätzlich für deine Kinder. Anspruch auf die Förderung hat jeder, der mindestens 18 alt ist und in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Und auch Selbständige, Beamte und Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke können ein Altersvorsorgedepot abschließen.
Bis zu 540 Euro
Grundförderung
Wenndu im Altersvorsorgedepot sparst, erhältst du für die ersten 360 Euro, die du einzahlst, pro Euro 50 Cent vom Staat dazu, maximal also180 Euro Förderung.
Für weitere 1.440 Europro Jahr bekommst Du 25
Cent je Euro dazu, maximal weitere
+360 Euro Förderung.
So kommst Du auf eine Förderung voninsgesamt maximal 540 Europro Jahr.
Mindestens musst du1 20 Euro pro Jahr einzahlen,
erhältst dafür dann 60 Euro Förderung. Maximal gefördert werden Einzahlungen von 1.800 Europro Jahr.
Bis zu 300€ pro Kind
Wenndu im Altersvorsorgedepot sparst, erhältst du für die ersten 360 Euro, die du einzahlst, pro Euro 50 Cent vom Staat dazu, maximal also180 Euro Förderung.
Für weitere 1.440 Europro Jahr bekommst Du 25
Cent je Euro dazu, maximal weitere
+360 Euro Förderung.
So kommst Du auf eine Förderung voninsgesamt maximal 540 Europro Jahr.
Mindestens musst du1 20 Euro pro Jahr einzahlen,
erhältst dafür dann 60 Euro Förderung. Maximal gefördert werden Einzahlungen von 1.800 Europro Jahr.
Berufsteingerbonus
Bist du unter 25 Jahre alt und eröffnest zum ersten Mal ein Altersvorsorgedepot, bekommst zumStart einmalig zusätzlich 200€
Steuerliche Förderung
Das Altersvorsorgedepot wird neben der direkten Förderung auch steuerlich gefördert.
Alle förderfähigen Einzahlungen (bis zu 1.800 Euro) und sämtliche Zulagen sind als Sonderausgaben von der Steuer abziehbar. Allerdings gibt es den Steuerabzug nicht zusätzlich zur Förderung, anerkannt wird unterm Strich bloß die Differenz – genau wie beim Kinderfreibetrag und Kindergeld.
Das Finanzamt macht dazu automatisch eine Günstigerprüfung: Ist die Steuerrückerstattung höher als die Förderung, bekommst du den Mehrbetrag erstattet.
02 Varianten
Es gibt das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot in drei Varianten. Eine für Fondssparer, die sich zutrauen, selbst auszuwählen. Eine mit zwei vorgefertigten ETFs im Depot. Und eine versicherungsförmige Variante mit Garantie.
Das flexible
Altersvorsorgedepot
Diese Variante ist die Grundidee des Altersvorsorge-depots. Ein klassisches Fondsdepot, in dem Anleger aus einer breiten Produktpaletteauswählen können.
Investiert werden kann in ETFs, klassische Investmentfonds, aber auch ELTIFs und Publikum-AIFs, die üblicherweise in nicht börsennotierte Beteiligungen investieren. Auch Investitionen in europäische Staatsanleihen sindzugelassen. Fonds dürfen grundsätzlich maximal die Risikoklasse 5 haben.
Das umfasst die meisten breit investierten Aktienfonds und ETFs. Damit kannst du im Altersvorsorgedepot also zu 100 Prozent in Aktien investieren, was zum langfristigen Vermögensaufbau auch sinnvoll erscheint. Bist duunsicher, in welche Fonds du investieren sollst, kannst du dich hier oder an anderer Stelle informieren. Oder Du investierst in das Satndarddepot.
Das Standarddepot
Diese Variante ist die Grundidee des Altersvorsorge-depots. Ein klassisches Fondsdepot, in dem Anleger aus einer breiten Produktpaletteauswählen können.
Investiert werden kann in ETFs, klassische Investmentfonds, aber auch ELTIFs und Publikum-AIFs, die üblicherweise in nicht börsennotierte Beteiligungen investieren. Auch Investitionen in europäische Staatsanleihen sindzugelassen. Fonds dürfen grundsätzlich maximal die Risikoklasse 5 haben.
Das umfasst die meisten breit investierten Aktienfonds und ETFs. Damit kannst du im Altersvorsorgedepot also zu 100 Prozent in Aktien investieren, was zum langfristigen Vermögensaufbau auch sinnvoll erscheint. Bist duunsicher, in welche Fonds du investieren sollst, kannst du dich hier oder an anderer Stelle informieren. Oder Du investierst in das Satndarddepot.
Die Garantielösung
Neben dem flexiblen Altersvorsorgedepot und dem Standarddepot kannst du auch eine Versicherungslösung wählen, mit einer Kapitalgarantie von 80% oder 100% auf alle eingezahlten Beiträge.
Je kürzer der Zeitraum bis zurRente, desto eher kann so eine Versicherungslösung relevant sein.
Allerdings hat die Sicherheit einen hohen Preis: Für den Versicherungsschutz und mögliche Garantien entstehen zusätzliche Kosten. Vor allem aber lässt sich das Geld nicht sonderlich gewinnbringend anlegen, denn Gewinnchancen bedingen vor allem kurzfristig immer auch Verlustrisiken.
Bei längeren Ansparzeiten bieten Altersvorsorgedepots daher deutlich bessere Möglichkeiten, von den langfristigen Chancen der Kapitalmärkte zu profitieren.
03 Ansparphase
Mit dem Altersvorsorgedepot kannst du starten, sobald du 18 Jahre alt bist. Die Ansparphase dauert spätestens bis zum 70. Geburtstag. Du hast bei der Förderung bereits gesehen, dass das Altersvorsorgedepot auch Steuervorteile bietet. Über den Sonderkostenabzug hinaus gibt es weitere Besonderheiten. Und später ist das Altersvorsorgedepot auch vererbbar.
Nachgelagerte Besteuerung
Während du in das Altersvorsorgedepot investierst, zahlst do keinerlei Steuer auf die Erträge. Realisierst du im flexiblen Altersvorsorgedepot also zum Beispiel Gewinne, indem du einen Fonds verkaufst und dafür in einen Fonds wechselst, fällt keine Abgeltungssteuer an, so wie in einem üblichen Depot. Auch Dividenden und Zinsen bleiben steuerfrei, es sind auch keine Vorabpauschalen fällig.
Im Gegenzug muss du das angesparte Kapital dann allerdings während der Auszahlungsphase nachgelagert voll besteuern. (siehe Auszahlungsphase) Der Vorteil steigt im Zeitverlauf: Während der Ansparphase kannst du das komplette Geld ohne weitere Abzüge vermehren.
Auszahlungsplan
Mit Beginn der Auszahlungsphasekannst du einen speziellen Auszahlungsplan starten. Er muss mindestens bis zum 85. Lebensjahr laufen.
Du solltest den Horizont klug wählen, damit du nicht im hohen Alter ohne Geld dastehst. Verstirbst du vor Auszahlung aller Beträge, ist das verbleibende Kapital vererbbar.
Wenn du 100.000 Euro angespart hast und einen 20-Jahre-Plan wählst, bekommst du zu Beginn zwischen 333 und 417 Euro pro Monat ausgezahlt. In den Folgejahren steigt diese Rente dann an, wenn sich das Restkapital am Kapitalmarkt vermehrt. Denn das Geld bleibt auch in der Auszahlungsphase in Fonds angelegt, so dass das Kapital weiter für dich arbeitet. Der Plan wird so berechnet, dass mit der letzten Rate das Kapital aufgezerrt ist.
Besteuerung
Alles, was du im Altersvorsorgedepot angespart hast, ist zu jedem Zeitpunkt, vererbbar. Vererbst du an den Ehepartner, bleibt die Förderung erhalten. Bei Vererbung an andere Personen müssen sie die Förderung und etwaige Steuervorteile zurückzahlen.
Flexibilität durch Anbieterwechsel
Du kannst dein Altersvorsorgevermögen während der Ansparphase jederzeit auf eine andere Variante des Altersvorsorgedepots übertragen, beispielsweise in eine versicherungsförmige Lösung wechseln oder den Anbieter wechseln. Förderungen oder steuerliche Vorteile gehen dabei nicht verloren. Nach fünf Jahren ist die Übertragung kostenfrei, davor sind die Kosten auf höchstens 150 Eurobegrenzt.
Wohnriester
Nutzt du das Vermögen im Altersvorsorgedepot für den Bau, Kauf oder die Entschuldung einer selbst genutzten Immobilie, für bestimmte barrierearme Umbauten oder energetische Sanierungen, kommst du auch vor der Rente an das Geld, ohne die Förderung zurückzahlen zu müssen. Die sogenannte Eigenheimrenten-Förderung ist letztlich eine Fortführung der „Wohn-Riester“-Verträge nach den neuen Förderregeln. Angespartes Geld aus diesen Verträgen lässt sich entweder als Eigenkapital fürs Eigenheim einsetzen oder zur Tilgung oder Ablösung von Darlehen. Allerdings ist die Eigenheimrenten-Option im neuen Altersvorsorgedepot kein Muss. Wer sie nutzen will, muss einen passenden Anbieter wählen oder wechseln.
04 Auszahlphase
Die Auszahlungsphase des Altersvorsorgedepots beginnt in der Regel zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr. Mehrere Varianten der Auszahlung stehen dir dabei zur Verfügung.
30% Sofortauszahlung
Mit Beginn der Auszahlphase kannst du dir dein angespartes Kapital teilweise auszahlen lassen. Genauer gesagt kannst du dem Altersvorsorgedepot maximal 30Prozent auf einmal entnehmen. Das Geld musst du dann allerdings voll als Einkommen versteuern.
Leibrente
Hast du Dich für die Versicherungsvariante entschieden (siehe Varianten), kannst du die Auszahlung auch in eine sogenannte Leibrente überführen. Die läuft stets bis zum Lebensende – ähnlich wie die gesetzliche Rente.
Auszahlungsplan
Mit Beginn der Auszahlungsphasekannst du einen speziellen Auszahlungsplan starten. Er muss mindestens bis zum 85. Lebensjahr laufen.
Du solltest den Horizont klug wählen, damit du nicht im hohen Alter ohne Geld dastehst. Verstirbst du vor Auszahlung aller Beträge, ist das verbleibende Kapital vererbbar.
Wenn du 100.000 Euro angespart hast und einen 20-Jahre-Plan wählst, bekommst du zu Beginn zwischen 333 und 417 Euro pro Monat ausgezahlt. In den Folgejahren steigt diese Rente dann an, wenn sich das Restkapital am Kapitalmarkt vermehrt. Denn das Geld bleibt auch in der Auszahlungsphase in Fonds angelegt, so dass das Kapital weiter für dich arbeitet. Der Plan wird so berechnet, dass mit der letzten Rate das Kapital aufgezerrt ist.
Besteuerung
Mit Auszahlung beginnt die Besteuerung. Alle Kapitalauszahlungen – ob einmalig, per Auszahlungsplan oder als Leibrente – unterliegen nun komplett deiner persönlichen Einkommensteuer. Der Ertragsanteil ist gesetzlich festgelegt und abhängig vom Beginn der Auszahlungen. Das Halbeinkünfteverfahren gilt nur, wenn du vorher mindestens zwölf Jahre eingezahlt hast.
Für zusätzlich ungeförderte Beiträge gilt etwas anderes: Für diesen Teil ist in der Regel nur der Ertragsanteil zu besteuern nach dem sogenanntenHalbeinkünfteverfahren. Das bedeutet einfach gesagt, du musst die Hälfte der Erträge mit deinem wahrscheinlich Steuersatz im Rentenalter versteuern.
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