2026-02-03
Bundeskanzler Friedrich Merz will, dass private und betriebliche Vorsorge gegenüber der gesetzlichen Rente künftig eine "wesentlich größere Rolle" spielen.
Paradigmenwechsel, Neuordnung, große Sozialreform: Bundeskanzler Friedrich Merz nutzte den Jahresempfang der Deutschen Börse in Eschborn für programmatische Aussagen zur Rentenpolitik. Die Rente genieße aktuell unter den Sozialreformen in der Regierung Priorität, hier wolle man in diesem Jahr zu fundamentalen Veränderungen kommen. Über den Autritt berichteten Medien von der Tagesschau bis zur BILD breit. Friedrich Merz sagte dort unter anderem:
Die gesetzliche Rentenversicherung wird bleiben. Aber sie wird eben nur ein Baustein eines neuen Gesamtversorgungsniveaus werden, in dem die private Altersvorsorge und die betriebliche Altersversorgung eine wesentlich größere Rolle spielen werden als bisher.
Das deuten Unterstützer wie Kritiker als klaren Fingerzeig in Richtung mehr Vorsorge per Kapitalanlage und weniger Rente aus dem Umlagesystem. Unterdessen hat eine Rentenkommission ihre Arbeit begonnen, die die Regierung eingesetzt hat. Sie soll bis Ende Juni Reformvorschläge vorlegen.