Der 8. Mai 2026 steht ab jetzt für eine der größten Reformen der privaten Altersvorsorge in Deutschland: Der Bundesrat hat dem Altersvorsorgereformgesetz zugestimmt. Darüber berichten unter anderem der Sender n-tv und die Tagesschau. Damit ist der Weg frei für das neue Altersvorsorgedepot, das ab dem 1. Januar 2027 endgültig die Riester-Rente ablöst. Der Bundestag hatte bereits im März mit Änderungen für das Gesetz gestimmt.
Das neue System ermöglich höhere Renditechancen, kommt mit niedrigen Kosten und bietet einfachere Zuschüsse. Der Garantiezwang entfällt, reine Aktieninvestments werden so möglich, zugleich ist die staatliche Förderung neu geregelt. Statt einer pauschalen Grundzulage gibt es ab 2027 einen Zuschuss von 50 Prozent auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag und 25 Prozent für Beiträge zwischen 360 und 1.800 Euro. Dazu kommen Zulagen für Kinder.
Alle Anbieter, ob Bank oder Versicherung, müssen auch ein Standardprodukt mit einem Kostendeckel von einem Prozent anbieten. Erstmals sind auch Selbstständige förderberechtigt. Alle wichtigen Details des neuen Gesetzes haben wir bereits hier für dich analysiert. Für Kinder und Jugendliche kommt zudem die sogenannte Frühstart-Rente, die ab 2026 rückwirkend mit monatlich zehn Euro staatlichem Zuschuss für sechsjährige Kinder startet.
Für laufende Riester-Verträge gibt es Bestandsschutz. Du kannst aber auch in ein neues Modell wechseln, ohne die bisherige Förderung zurückzahlen zu müssen. Der Bundesrat setzt sich zudem dafür ein, dass der Staat sein geplantes öffentliches Standarddepot von der Deutschen Bundesbank managen lässt. Anleger sollen dort zudem nachhaltig Investieren können.