Ein zentrales Versprechen der neuen Regierung
Sie gehört zu den konkretesten Versprechen im Koalitionsvertrag der neuen Regierung: Die sogenannte Frühstartrente. Die Grundidee dazu stammt dem Vernehmen nach von der CDU und schaffte es so prominent in den Katalog der zentralen Versprechen von CDU, CSU und SPD:
Wir wollen für jedes Kind vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr, das eine Bildungseinrichtung in Deutschland besucht, pro Monat zehn Euro in ein individuelles, kapitalgedecktes und privatwirtschaftlich organisiertes Altersvorsorgedepot einzahlen. Der in dieser Zeit angesparte Betrag kann anschließend ab dem 18. Lebensjahr bis zum Renteneintritt durch private Einzahlungen bis zu einem jährlichen Höchstbetrag weiter bespart werden. Die Erträge aus dem Depot sollen bis zum Renteneintritt steuerfrei sein. Das Sparkapital ist vor staatlichem Zugriff geschützt und wird erst mit Erreichen der Regelaltersgrenze ausgezahlt.
Auch ein Zieldatum für die Einführung steht da: Bereits zum 1.1.2026 soll die Frühstartrente kommen, so der Plan.
Der Gesetzentwurf ist da
Seit 12. August 2026 liegt nun auch ein Gesetzentwurf für das Vorhaben vor. Das Modell soll ach Wunsch der Regierung möglichst rückwirkend zum Jahresbeginn für den Geburtsjahrgang 2020 starten, also für alle Kinder, die in diesem Jahr sechs geworden sind oder noch werden.
Manche Details sind bis dahin noch zu fixieren. Es kristallisiert sich heraus, dass das Depot analog zum Altersvorsorgedepot funktionieren soll und nach Volljährigkeit aus den Kinderdepots denn auch ein normales Altersvorsorgedepot wird.
Das Interesse ist größer als das Angebot
Bei allen Unklarheiten laufen sich die Finanzdienstleister und Versicherer schon warm und haben bereits vor Verabschiedung des Gesetzes fleißig Angebote für das Frühstartrenten-Depot entwickelt und beworben. Bereits bei einer Anfang September 2025 veröffentlichten repräsentativen Umfrage gaben zudem drei Viertel der Eltern von 4- bis 16-jährigen Kindern an, schon mal davon gehört zu haben. Fast ein Drittel (31%) wollten damals schon „bestimmt“ eine Frühstartrente abschließen, noch ohne Details zu kennen.
Zwischenzeitlich war dann aber bereits klar geworden, dass staatlich geförderte Kinderdepot wegen knapper Kassen zum Start ausschließlich für Sechsjährige kommen würde und nicht für alle Schulkinder. Auch darüber haben wir hier bereits berichtet.











































