Bundeskanzler Friedrich Merz rechnet nach einem Bericht der BILD offenbar nicht mehr damit, dass die geplante Rentenreform noch in diesem Jahr durch den Bundestag kommt. Zwar solle das Kabinett noch bis Dezember einen Gesetzentwurf vorlegen. Der Bundestag könnte sich nach dem Bericht dann aber erst im Frühjahr 2027 damit befassen. Damit wackelt der ursprünglich geplante Start der Reform zum 1. Januar 2027.
Die Regierungskoalition hatte eigentlich angekündigt, alle Empfehlungen, die die von ihr eingesetzte Alterssicherungskommission im Juni vorgelegt hatte, noch in diesem Jahr umzusetzen. Inzwischen aber laufen Debatten um zentrale Vorschläge. So wackelt die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren inzwischen ebenso wie ein mögliches Ende rentenversicherungsfreier Minijobs. Ein Gesetzentwurf liegt bislang nicht vor.
Für den Bericht gibt es keine offizielle Bestätigung aus dem Kanzleramt. Die Verzögerung soll aber mit dem Streit zwischen Union und SPD über die genaue Ausgestaltung der Reform in Verbindung stehen.